Retromopszucht vom Bromberg
Ein Welpe kommt ins Haus

Ein Welpe kommt ins Haus

Bevor man sich einen Retromopswelpen ins Haus holt, sollte man einige grundlegende Vorbereitungen treffen.

Grundvoraussetzung für die Haltung eines Hundes muss unbedingt die schriftliche Erlaubnis des Hausbesitzers sein, so man nicht in einem Eigenheim wohnt. Ist diese nicht eingeholt worden, kann es gut sein, dass sie auch im Nachhinein nicht erteilt wird und man sich dann wieder von seinem Welpen trennen muss.

Komplette Neulinge auf dem Gebiet der Hundehaltung, sollten mindestens ein, besser mehrere Bücher über Hundehaltung und -erziehung gelesen haben. Günstig ist es, sich schon vor dem Einzug des Hundes mit anderen Hundehaltern zu unterhalten, um so herauszufinden, wo zum Beispiel Welpenspielstunden abgehalten werden oder die Praxis eines Tierarztes ist. Noch hat man Zeit die erhaltenen Empfehlungen dann in Ruhe zu prüfen und eventuell auch noch nach etwas Anderem Ausschau zu halten.

Man sollte auch schon frühzeitig Vorsorge treffen und wissen, wo man seinen Hund im Krankheitsfall oder während der Ferienzeit betreuen lassen kann. Das kann in manchen Gegenden ein echtes Problem werden und man tut gut daran, sich im Vorfeld mit diesem Thema zu beschäftigen.

Wichtig ist auch vor der Übernahme eines Retromopskindes mal einen prüfenden Blick auf Wohnung und Garten zu werfen. Wie für eine Krabbelkind, muss man auch für einen Welpen das Umfeld sicher machen:

1. Sehr gefährlich sind Stromkabel - ein durchgebissenes Kabel kann einen tödlichen Schlag verursachen, verlegen Sie lose Kabel sicherheitshalber lieber in entsprechenden Kabeltunneln. Auch Steckdosen sollten besser gesichert werden.

2. Jeder Zwischenraum in der Wohnung an offenen Treppen, Treppengeländern oder am Balkon, wo der Welpe durchschlüpfen kann, bedeutet Sturzgefahr und muss unbedingt gesichert werden.

3. Kleine Gegenstände, die verschluckt werden könnten (denken Sie an Legosteine, kleine Dekogegenstände, Aschenbecherinhalte oder ähnliches), sowie Putzmittel müssen für den Hund unerreichbar sein.

4. Bringen Sie Topfpflanzen, besonders giftige, in Sicherheit. Achten sie auf herabhängende Ausläufer von Pflanzen, sonst kann der Welpe beim Herabreissen der Blume vom Blumentopf getroffen werden. Ähnlich gefährlich sind herabhängende Tischdecken oder Kabel von Tischlampen!

5. Der Garten muss welpensicher abgezäunt werden, auch wenn bereits eine Hecke vorhanden ist, muss das nicht heißen, dass diese durchschlupfsicher für einen 2 - 3 Kilo schweren Welpen ist. Denken Sie daran, dass Teiche oder Schwimmbassins tödliche Gefahren darstellen. Auch giftige Gartenpflanzen sind nicht selten wie man denkt.

6. Sehr empfehlenswert ist ein geräumiger Zimmerkäfig, wo man einen Welpen oder Junghund für eine Weile unterbringen kann. Ähnlich gut ist ein Türklemmgitter, mit dem man den Kleinen bei Bedarf sicher an einem geeigneten Ort festsetzen kann. Hierbei muss man auf den Gitterabstand achten, damit der Hund den Kopf nicht versehentlich einklemmen kann.

Eine weitere Notwendigkeit ist es, im Vorfeld die Grundausstattung für das Hundekind zu besorgen:

1. Einen qualitativ hochwertigen Napf zum Fressen und einen zum Trinken sollte man parat haben.

2. Ein passendes Geschirr und Leine sind zu besorgen.

3. Eine weiche Welpenbürste und andere Pflegeutensilien, wie Krallenschere oder Feuchttücher, Frottiertücher dürfen nicht fehlen.

4. Vom Tierarzt kann man sich einen "Erste-Hilfe-Set" zusammenstellen lassen, der die notwenigsten Erstversorgungsmaterialien enthält, damit man im Notfall nicht erst alles zusammensuchen muss.

5. Als Schlafplatz wählt man am günstigsten einen Plastikhundekorb mit auswechselbarer Einlage oder einen Kennel mit Einlage, der an einem ruhigen zugfreien Platz aufgestellt wird.

6. Bevor der Hund kommt, sollte man sich beim Züchter nach dem gewohnten Futter des Welpen erkundigen und einen kleinen Vorrat anlegen, weil dieses zunächst beibehalten werden sollte, sonst kann es zu Verdauungsproblemen kommen.

7. Einige hochwertige und nicht zu kleine Spiel- und Kauartikel sollten auch vorhanden sein, mit denen sich der Welpe ungefährdet beschäftigen kann.

Bitte denken Sie daran, dass ein Umzug für den Welpen sehr aufregend und anstrengend ist. Achten Sie deshalb auf ausreichende Ruhepausen und laden Sie in den ersten Tagen nicht gleich viel Besuch ein.

Um es nochmals ganz deutlich zu erwähnen: Für sehr wichtig halte ich für Welpen ein ruhiges und ausreichend warmes Plätzchen zum Schlafen! Darauf wird unbedacht häufig nicht genug Sorgfalt
verwendet.
Kleine Möpschen kühlen schnell aus und nur zu leicht hat so ein Wicht dann auch schon eine Erkältung, eine verkühlte Blase oder Durchfall. Achten Sie also darauf. Halten sie mal eine Hand an den Schlafplatz, oft merkt man erst so, wie es dort zieht. So vorbereitet kann das Hundekind kommen!