Retromopszucht vom Bromberg
Rüde oder Hündin?

Rüde oder Hündin - die Qual der Wahl...

Bei den Überlegungen zur Anschaffung eines Retromopses stellt sich vielen Interessenten zunächst die grundsätzliche Frage, welchem Geschlecht sie den Vorrang geben sollten.

Bei der Entscheidung Männlein oder Weiblein könnte aber die zweimal im Jahr anstehende Hitze der Hündin eine Rolle spielen.
In dieser Zeit blutet die Hündin. Die Blutung ist von unterschiedlicher Stärke und es gibt spezielle Hosen für diese Zeit, die in der Wohnung Verschmutzungen vermeiden helfen sollen. Manche Hündinnen sind allerdings Meisterinnen darin, dieses Dessous abzustreifen...
Zudem muss man darauf achten, dass Herrenbesuch unterbunden wird, wenn man nicht bald Nachwuchs zu versorgen haben möchte. Nach der Hitze haart die Hündin um und zumindest schwarze Hündinnen zeigen sich vorübergehend nicht in ganzer Fellschönheit. Bei entsprechender Neigung entwickeln Möpsinnen im Anschluss an die Hitze eine Scheinträchtigkeit, die mehr oder minder ausgeprägt und somit eine Belastung für Mops und Mensch sein kann.

All diese Punkte müssen bei der Anschaffung eines Retromopses bedacht werden, schließlich soll die Freude an einem solchen kleinen Begleiter sein Leben lang anhalten.
Ich hoffe, die Erwägung des persönlichen Für und Wider fällt Ihnen nach der Betrachtung dieser Seite ein wenig leichter.

Rein von der Äußerlichkeit her betrachtet, sind die Rüden in der Regel imposanter anzuschauen als die Hündinnen. Sie besitzen den markanteren, größeren "Rüdenkopf" und sind insgesamt muskulöser aufgebaut. Man kann einen Retromopsrüden meist schon im Welpenalter als solchen erkennen, ohne dass man erst unter das Bäuchlein schauen müsste. Die Hündin wirkt im Aufbau zarter. Der Blick der Hündin erscheint sanfter als der des Rüden, der Kopf ist bei weitem nicht so ausgeprägt.

Beim Charakter kann man so pauschal bei den Geschlechtern keinen großen Unterschied ausmachen. Beide sind sehr anhänglich und liebebedürftig. Deswegen kann ich den Satz, dass Rüden nicht so zugänglich wären wie Hündinnen, für den Retromops nicht unterschreiben.
Auch den gewissen Mopsdickkopf, der einem Kasernenhofgehorsam recht standhaft entgegen-steht, haben sowohl Herr wie Frau Mops....
Beide Geschlechter sind, wenn sie vernünftig sozialisiert wurden, von Natur aus sehr verträglich mit Artgenossen, so dass man da keine besondere Sorge zu haben braucht.

Der Rüde hat mit solchen Beschwernissen nichts zu tun...
Allerdings ist er ja ganzjährig sexuell interessiert, was zum Beispiel in einer Wohngegend mit vielen Hündinnen recht brisant werden kann. Manche Rüden leiden derart an ihrem Liebeskummer, dass sie kaum mehr zur Ruhe kommen, abmagern und nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein scheinen.
Eine weitere häufige "Rüdenangelegenheit" ist das Absondern eines eitrigen Sekretes aufgrund einer Infektion im Vorhautbereich. Diese Infektionen lassen sich kaum vermeiden und eine Behandlung zeigt in vielen Fällen kaum oder jedenfalls keinen anhaltenden Erfolg. Das Ergebnis sind gelbe Flecken im Hause, überall dort, wo der Rüde sich aufhält - also auch auf der Kleidung, so er auf dem Schoß sitzen oder liegen darf.